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Von der Arbeit, deren Wert und der Gerechtigkeit Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, Spitzenmanager oder -banker verdienen z. T. EINIGE HUNDERTMAL mehr als nur der Durchschnitt (und nicht etwa als die Ärmsten!), während uns Ökonomen und Lobbyisten noch immer versichern, das hätte schon seine Richtigkeit, und dass mehr Verantwortung (wofür bzw. für WEN eigentlich, etwa ‚freigesetztes' Personal?!), Risiko und Einsatz (...von fremdem Kapital, mit praktisch ‚Staatsgarantie', weil der ‚retten' MUSS so bald's schief geht...) oder was auch immer als Rechtfertigung so genannt wird. Gehen wir doch einmal zurück zu den Grundlagen, also ans ‚Eingemachte', und schau'n wir wie das so läuft mit der Arbeit, ihrem Wert und was man tatsächlich dafür erhält. Wir müssen dazu von der heute sehr komplexen Wirtschaft abstrahieren, um zu einer rein logischen, deduktiven Analyse einiger ihrer Grundbedingungen zu kommen. Das klingt nach Wissenschaft und soll entsprechend auch die Wahrheit darüber ans Licht bringen (0). Zu deren Verständnis ist allerdings wenig mehr nötig als ein ‚gesunder Menschenverstand' oder die sprichwörtliche ‚Bauern-Schläue', und sicherlich keine höhere Bildung oder besondere Intelligenz, also bitte einfach nur selbständig mit zu denken! Im Sinne einer knappen Formulierung des Wesentlichen finden sich erklärende Beispiele etc. in den ausführlicheren Fußnoten. I. Das einzige, was tatsächlich Wert (er)schafft ist die produktive menschliche Arbeitskraft! Man nehme etwa einen Stock, einen Stein, ein paar Gräser und etwas Geschick, behaue den Stein zu einer Klinge, flechte ein Seil und binde ihn an den Stock zu einer Axt. Man erhält einen nützlichen Gegenstand der in der Natur bisher nicht existiert hat und nun einen höheren (Gebrauchs-) Wert darstellt als seine Bestandteile. Selbst Naturstoffe wie Bodenschätze, Wasser, Wildpflanzen u. -tiere usw., welche erst nutzbar gemacht werden müssen, enthalten als wesentlichen Wertbestandteil menschliche Arbeit. Grund und Boden ist hierbei allerdings ein Sonderfall (1)! Ein Mehrwert und daraus wiederum Kapital entspringt also allein der Arbeitskraft, sei es Muskel-, Maschinen- oder Hirn- "Schmalz". II. Ein Gefühl für eine Größenordnung des Wertes der Arbeit erhalten wir z.B. bei der simplen Betrachtung, wie viel ein einzelner Mensch zu Schaffen in der Lage ist, wört- und bildlich mit ‚seiner Hände Arbeit' und während seiner arbeitsfähigen Lebensjahre. Darunter mag ein Haus sein und eine Arbeitswerkstatt, leicht auch mehrere im Lauf der Zeit. Wenn man sich dazu noch der Herstellung und Verarbeitung von Nahrung, Kleidung und Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie auch dem Aufziehen und Versorgen von Nachwuchs widmen muss, erscheint das aber schon viel schwieriger (2). III. Wir müssen in der realen Produktion mit ihrer sehr weit reichenden Arbeitsteilung täglich unsere Arbeitskraft ‚ausleihen', wofür wir Lohn oder Gehalt beziehen, also eine Entschädigung, die wir dann für unseren täglichen Bedarf eintauschen können. Einmal angenommen, jeder Arbeitende würde dabei im vollen Gegenwert der von ihm geleisteten Arbeit bzw. hergestellten Ware entschädigt, sei es wie einst durch Tausch gegen andere Arbeitsprodukte oder Rohstoffe, oder mit einem Tauschmittel wie Gold oder Geld. Es wäre dann offensichtlich niemandem möglich, reich und vermögend zu werden, ebenso wie niemand im Vollbesitz seiner Kräfte wirklich arm sein könnte (3). IV. Nun gibt es real und offensichtlich riesige Unterschiede bei Besitz und Vermögen einzelner. Es folgert wiederum, im Falle ein Vermögen über das in II.) beschriebene Maß weit hinausgeht, dieses also NUR von anderer Menschen Arbeitskraft geschaffen sein kann, wobei sie dafür nicht entsprechend im Gegenwert ihrer Leistungen entschädigt wurden (4). V. Zur Realisierung eines Gewinnes, d.h. einen Mehrwert am Ende tatsächlich als Geld oder anderen ‚Tauschwert' in der Hand zu halten, braucht es immer einen nützlichen Gegenstand, den ‚Gebrauchswert', und jemand der diesen benötigt und in der Lage ist, den geforderten Tauschwert dafür zu bezahlen. Jeglicher Gewinn bzw. Profit ist demnach also ausschließlich durch die sog. Realwirtschaft (im Gegensatz zur Finanzwirtschaft) zu generieren, also durch ein Produkt oder eine Dienstleistung, welche danach auch einen zahlungsfähigen Käufer finden, und jedenfalls nicht durch Geld allein (5)! VI. Sämtliche unproduktive Geschäfte am sog. Finanzmarkt, die meist nur noch ‚virtuell' und teils gänzlich ohne ‚real' involviertes Kapital ablaufen, können Gewinne folgerichtig NUR und ausschließlich durch echte, tatsächlich konsumierte Ware ‚realisieren', also zu (Geld-)Wert werden lassen. Jeder hierbei generierte Gesamtgewinn MUSS also immer als realer PREISAUFSCHLAG bei Produkten erscheinen, was letztere für uns Konsumenten empfindlich verteuert (6)! Wie auch immer man es dreht und wendet ist ersichtlich, dass weder ein Bestverdiener das mehrhundert-fache ‚leisten', noch ein Spitzenvermögen aus eigener Kraft ‚verdient' sein kann, sondern vielmehr das Wertprodukt einiger hundert oder gar millionen Menschen Arbeit, ganz einfach und rechtens, von einigen Wenigen und ‚allein für sich selbst' beansprucht wird... und erstere also um die Früchte ihrer täglichen Mühe betrogen sind. Was es zunächst wertfrei zu beweisen galt. SO schaut's also aus in der Welt (7)! In diesem Sinne, und weil im gegenwärtigen System doch immer überwiegend jemand anderer davon profitiert, heißt der Tipp diesmal: Arbeiten Sie
NICHTS !! Weil aber auch das wie immer, in der Praxis und schon nach kurzer Zeit, (r)echt existenzbedrohliche Probleme nach sich zieht, sollten wir anstatt den Reichtum zu neiden und anzuprangern besser gleich und praktisch daran gehen, MEHR von dem (Mehr-)Wert als Lohn unserer täglich Müh' zu fordern, den wir ohnehin selbst erarbeiten, und der uns also schon immer zugestanden hat... Nicht DIE bekommen zu viel, sondern WIR bekommen VIEL ZU WENIG ab vom Kuchen! Also, auf in den Kampf! Denn ohne solchen werden die Profiteure samt politischer Kollaborateure von den für sie bislang doch außerordentlich Wert-vollen Verhältnissen wohl kaum Abstand nehmen wollen... Als Anreiz für alle die nun befürchten, ihre ‚Schäfchen' so vorhanden alsdann in der Nässe zu finden: vermöge Einer bloß im Stande wäre, uns allen Arbeit, wie von selb'ger gut zu Leben uns beschäre, gern und von Herzen, leicht wär's zu verschmerzen, ihm ein Vermögen von uns wohl vergönnet wäre... Also strengt euch da oben besser mal an, oder wir holen uns was uns zusteht.... ;-) © rb 2013-03-08
0) die Experten werden im folgenden natürlich sofort die unbestreitbar wesentlich komplexeren Zusammenhänge monieren. Aber wir können ebenso unbedarft wie für jedermann als wahr erkennbar z.B. über das Wetter aussagen, dass sämtliches Wasser zuerst einmal irgendwo von der Erde verdunstet sein muss, bevor es als Regen fällt, und das auch ohne Meteorologie studiert zu haben und gleich noch vorhersagen zu können, wo und wann genau das passiert... (was die Herrn Wissenschafter im Übrigen natürlich ebenso wenig vermögen, beim Wetter gerade so wie bei der Ökonomie ;-) !) 1) zum einen absolut ‚endlich' in Verfügbarkeit, zum anderen als Nahrungsquelle unabdingbare Existenzgrundlage, besitzt er dennoch tatsächlich KEINEN (Geld-)Wert an und für sich, ein solcher offenbart sich erst und allein bei seiner Nutzung! Sein Wert entsteht daher praktisch aus der AUSSCHLIESSUNG (anderer) von seiner Nutzung, d.h. aus dem exklusiven Recht darauf durch seinen ‚Besitz(er)' und dem daraus entstehenden Mangel an anderer Stelle (s. Fußnote 2). Es wäre jedenfalls bis heute kaum ein Mensch (freiwillig) bereit, für irgendjemandes Profit z.B. in eine Fabrik zur Arbeit zu gehen, solange man ihn nicht seines Ackers, seiner paar Ziegen oder deren Weideflächen beraubt hat, solange er sich also selbst versorgen könnte! 2) tatsächlich lebt der überwiegende Teil der Menschheit in vorwiegend agraren Gesellschaften noch genau so, nämlich unmittelbar von der individuellen Arbeitskraft auf einem kleinen Flecken Boden, was von ‚sehr gut' bis ‚gerade so' zum (Über-)Leben üblicher weise ausreicht (abhängig von Klimazonen, der Verfügbarkeit und Beschaffenheit von Boden, Wasser, Baumaterialien usw.). Man kann sich vorstellen, dass einer eher faul, ein anderer sehr fleißig sei und leicht ein mehrfaches des ersteren zu schaffen vermag. Wie aber jemand einige hundertmal mehr "leisten", was natürlich physisch unmöglich wäre, bzw. millionenfach mehr besitzen kann bleibt so betrachtet unverständlich. 3) wie das in vor-industrieller Zeit auch der Fall war, natürlich auf weit niedrigerem (Lebens-) Standard als heute, und abgesehen von Aristokratie, Feudal-Herrschaften sowie deren Erben usw. (s. Fußnote 4). Dabei sind, seinerzeit begründete und bis heute währende große Unterschiede im Besitztum immer nur gewaltsamer Vertreibung und Entrechtung der ansässigen Bevölkerung geschuldet, unter Missachtung des über Generationen erworbenen Rechts auf Landnutzung! Wie z.B. leider überaus aktuell bei de facto nur als ‚Landnahmen' zu bezeichnenden "Käufen" diverser Agrarland-Investments mithilfe korrupter, totalitärer Regime in Afrika, harmlos als "Immobilienfonds" bezeichnet. 4) eventuelle Profite z.B. aus überregionalem Handel (eine Ware ist in einer Gegend reichlich und billig verfügbar aber anderswo mangelnd), aus Wucher oder Betrug (wesentlich mehr als den tatsächlichen Wert zu fordern), aus Geld- und Kreditwesen (praktisch dasselbe wie vor ;-)... ) und folgend Erbschaft seinen hier vernachlässigt, zur Verdeutlichung der grundsätzlichen Zusammenhänge. 5) entgegen anders lautender Behauptungen kann aus Geld bzw. Kapital, allein und für sich, niemals mehr Geld werden, es kann also keinerlei Profit abwerfen! Stellen Sie sich nur vor jemand leiht eine Summe, darf jedoch weder irgendeine produktive Arbeit dazu investieren (nichts herstellen, dienstleisten o.ä. wie in Pkt. I. beschrieben), noch einen anderen damit beauftragen... er wäre offensichtlich niemals in der Lage, mehr Geld als zu Beginn daraus zu erhalten! 6) ohne Finanzmarkt und Spekulanten würden die meisten Güter wohl nicht einmal halb soviel kosten, einige wie z.B. Erdöl nur den Bruchteil! Der gesamte, über die Maßen aufgeblähte Finanzmarkt entzieht also wie ein riesiger Blutegel der realen Wirtschaft ihren "Saft", und am Ende uns Endverbrauchern das Geld sprichwörtlich "aus den Adern". Ein hart verdienter Arbeitslohn könnte also mehr als die doppelte Kaufkraft besitzen, was diverse Armut mit einem mal verschwinden ließe. Lesen Sie dazu auch Die Spekulationslüge . 7) bitte nochmals zu beachten, bislang wird hier keinesfalls irgendeine Ideologie wiedergegeben, es handelt sich um bloße Tatsachen, gegenwärtige Zustände und Zusammenhänge in der Welt, logisch und für jeden nachvollziehbar. Es bleibt jedem selbst überlassen, Schlüsse daraus zu ziehen, ob dies so wie es ist gefällt, oder man sich etwa besseres vorstellen kann... |